2020.19.0.0 DE/DE

Ein CUPRA im Härtetest

Tempel der Winde

  • Windkanal-Tests sind für die Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle enorm wichtig
  • Sicherheit, Komfort und Verbrauch eines Fahrzeugs können optimiert werden
  • Zur Verbesserung der Aerodynamik ist auch der CUPRA Leon Competición im Windkanal „unterwegs“

Sie ist für das menschliche Auge nicht direkt sichtbar und spielt dennoch eine wesentliche Rolle für Kraftstoffverbrauch, Sicherheit und Komfort eines Fahrzeugs: die Aerodynamik. In der Automobilindustrie findet die Erforschung der Strömungsvorgänge in der Luft praktische Anwendung. Mit umfangreichen Tests im Windkanal kann der Luftwiderstand von Fahrzeugen noch in der Entwicklungsphase optimiert werden.

Sturmwarnung im Windkanal

Die Messstrecke befindet sich in einem geschlossenen Windkanal, in dem riesige Gebläse eine enorme Luftströmung erzeugen. Unter kontrollierten Bedingungen werden die Fahrzeuge auf diese Weise Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h ausgesetzt, während hochempfindliche Sensoren Daten von den jeweiligen Fahrzeugoberflächen aufzeichnen. „Das Gebläse hat einen Durchmesser von fünf Metern und verfügt über 20 Rotorblätter. Bei voller Leistung kann sich niemand im Inneren des Windkanals aufhalten, da er buchstäblich weggeblasen werden würde“, erzählt der Windkanal-Experte und Ingenieur Stefan Auri.

Jeder Millimeter zählt

Die Daten über den Luftwiderstand des Fahrzeugs werden den Ingenieuren auf Computerbildschirmen angezeigt. Der Windkanal liefert Hunderte von Messdaten, die interpretiert und bis hin zur kleinsten Variablen verglichen werden müssen. Dabei zählt jeder Millimeter eines jeden Fahrzeugteils.

Gegen den Wind

Die Optimierung der Aerodynamik ist bei neuen Fahrzeugmodellen von enormer Wichtigkeit und gerade bei Rennwagen unerlässlich. Denn hier geht es primär nicht darum, den Kraftstoffverbrauch zu senken, sondern darum, das Fahrzeug schneller zu machen. Xavi Serra, Leiter der Technischen Entwicklung bei CUPRA Racing, will mit seinem Team erreichen, dass der neue CUPRA Leon Competición einen geringeren Luftwiderstand und eine bessere Bodenhaftung in den Kurven hat. Das Team stellt sich daher seinem größten Gegner: dem Wind. „Im Windkanal bestimmen wir mit einem Modell im Maßstab 1 : 1 die tatsächlichen aerodynamischen Lasten für die einzelnen Fahrzeugteile und simulieren den realen Anpressdruck und damit den Kontakt zur Fahrbahn. Dadurch können wir ermitteln, wie sich das Fahrzeug auf der Rennstrecke verhalten wird“, erklärt Xavi Serra.

235 km/h, ohne sich zu bewegen

CUPRA testet seine Prototypen in führenden innovativen Einrichtungen. Neben der hochmodernen Ausstattung haben diese eine weitere Besonderheit vorzuweisen, wie Stefan Auri erzählt: „Der große Vorteil ist, dass wir hier reale Straßenbedingungen simulieren können. Die Fahrzeuge stehen auf Fließbändern, die von Elektromotoren angetrieben werden, sodass sich die Fahrzeugräder drehen.“ Auf diese Weise können Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 235 km/h simuliert werden.

Bereit für die Rennstrecke

Nach Hunderten von Messvorgängen vergleichen die Ingenieure ihre Ergebnisse mit denen früherer Fahrzeuggenerationen. „Wir sind zufrieden“, erklärt Xavi Serra. „Wir konnten den Luftwiderstand verringern und den aerodynamischen Abtrieb verbessern. Der neue CUPRA Leon Competición ist jetzt effizienter als das Vorgängermodell; dadurch kann er auf der Rennstrecke bessere Rundenzeiten erzielen.“ Die gewonnenen Daten werden auch in die Entwicklung künftiger CUPRA Modelle einfließen.

Der neue CUPRA Leon Competición.

Ein Supercomputer als Ergänzung zum Windkanal

Zur Verbesserung der Aerodynamik nutzt CUPRA aber nicht nur den Windkanal: In frühen Entwicklungsphasen, in denen es noch keinen Prototyp gibt, bedient sich der spanische Automobilhersteller der Rechenleistung von 40.000 Laptops – gebündelt im Supercomputer MareNostrum 4. Dieser Rechner ist der schnellste in ganz Spanien und gleichzeitig der siebtstärkste in Europa. Wissenschaftler auf der ganzen Welt nutzen ihn für verschiedenste Simulationen. Im Fall von CUPRA ist er ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Kräfte des Windes.

Bleibe immer auf dem Laufenden.

* Die angegebenen Verbrauchs-und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide HarmonizedLight VehiclesTest Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO₂-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs-und CO₂-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ findest du unter www.seat.de/ueber-seat/wltp-standard.html.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtenden Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs-und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO₂-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, D-73760 Ostfildern-Scharnhausen oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.