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Im Interview: Antonio Labate

„Wir wollen das Potential von CUPRA zeigen.“

Antonino Labate, Direktor für Strategie, Geschäftsentwicklung und Operations bei CUPRA, analysiert die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Teilnahme der Automobilmarke an der Extreme E. Die neue Rennserie für vollelektrische SUV will auf drei wichtige Themen unserer Zeit aufmerksam machen: Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Gleichstellung. Damit ist die Extreme E die ideale Plattform für CUPRA, um das elektrische Potenzial seiner Fahrzeuge zu demonstrieren und gleichzeitig mit der neuen Technologie zu experimentieren und Erkenntnisse zu gewinnen, die in die Weiterentwicklung der Fahrzeuge einfließen können.

Herr Labate, was hat CUPRA dazu bewogen, offiziell als Partner des ABT Teams an der Extreme E teilzunehmen?

Antonino Labate: CUPRA und ABT haben gemeinsam an der Produktion von leistungsstärkeren Aggregaten für den Leon CUPRA, den CUPRA Ateca und den CUPRA Formentor gearbeitet. Unsere beiden Unternehmen verfolgen dasselbe Ziel: unsere Rennleidenschaft von der Rennstrecke auf die Straßen dieser Welt zu bringen. Mit unserer Kooperation vereinen wir das Beste aus zwei Welten. Unsere Partnerschaft bei der Extreme E basiert auf unseren gemeinsamen Erfahrungen in der Welt des elektrischen Rennsports: ABT ist seit der ersten Stunde bei der Formel E dabei und zeichnet für die Entwicklung der e-tron Rennwagen verantwortlich. CUPRA hat seinerseits den weltweit ersten vollelektrischen Tourenwagen entwickelt und damit die technologische Grundlage für einen neuen Wettbewerb unter den verschiedenen Marken geschaffen. Für CUPRA steht die Extreme E für den Ehrgeiz, neue Erfahrungen in der Welt des Rennsports zu sammeln. Wir waren die erste Fahrzeugmarke, die auf diese Rennserie gesetzt hat, und auf uns folgten so bekannte Namen wie Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Jenson Button. Zudem liegen die Ursprünge der Marke CUPRA im Rennsport. Mit der Teilnahme an der Extreme E leisten wir nun unseren Beitrag dazu, den Motorsport im Zeitalter der Elektrifizierung neu zu erfinden.

 

„Unsere Zusammenarbeit mit ABT geht über reines Sponsoring hinaus.“

Welche Rolle wird CUPRA im Rahmen der Kooperation mit ABT einnehmen?

Labate: Unsere Zusammenarbeit mit ABT geht über ein reines Sponsoring hinaus: Es ist eine Partnerschaft, die sich von der Rennstrecke bis zum Ingenieurteam erstreckt. Unsere beiden Marken arbeiten gemeinsam daran, dieses elektrische Abenteuer in eine Erfolgsgeschichte zu verwandeln. Unser männlicher Fahrer ist CUPRA Markenbotschafter Mattias Ekström, seines Zeichens DTM-Champion und Rallycross-Weltmeister; er tritt mit unserer Fahrerin Claudia Hürtgen an. Unterstützt werden sie von einem Team aus Ingenieuren, die sie während der gesamten Saison begleiten werden. Deren Aufgabe wird es sein, aus unserem e-CUPRA ABT XE1 die maximale Leistung herauszuholen. Xavi Serra, Leiter der Technischen Entwicklung bei CUPRA Racing, hat bereits die Entwicklung unseres CUPRA e-Racer geleitet und wird dem Technik-Team von ABT CUPRA XE zur Seite stehen.

Einer der CUPRA Teamfahrer bei der Extreme E ist CUPRA Markenbotschafter Mattias Ekström. Welche Aufgaben übernimmt er?

Labate: Mattias Ekström ist seit 2019 CUPRA Markenbotschafter. Im Laufe seiner 25-jährigen Karriere im Motorsport hat er an verschiedenen Tourenwagen-, Rallye- und Kart-Wettbewerben teilgenommen und ist somit einer der vielseitigsten Fahrer der Welt. Darüber hinaus verkörpert unsere Zusammenarbeit den Innovationsgeist des Rennsports: CUPRA leistet mit dem CUPRA e-Racer Pionierarbeit in der Welt des Rennsports, während Mattias Ekström bereits verschiedene Rennsportarten gemeistert hat – unter anderem die FIA Rallycross-Weltmeisterschaft, wo er sogar ein eigenes Team gegründet hat. In den vergangenen zwei Jahren hat Mattias zum einen an der Entwicklung des CUPRA e-Racer mitgewirkt, um das Modell für den Wettbewerb vorzubereiten. Zum anderen hat er mit seiner Erfahrung und seinem Wissen dazu beigetragen, dass wir Erkenntnisse aus dem Rennsport auf die Produktion unserer Serienfahrzeugen übertragen konnten. Gemeinsam mit seinem Rennfahrerkollegen Jordi Gené hat Mattias die CUPRA Ingenieure in der letzten Entwicklungsphase des CUPRA Formentor unterstützt. Mit ihren Testfahrten auf der Rennstrecke haben sie unseren Ingenieuren bei der Feinabstimmung geholfen, damit das Modell später im Straßenverkehr die maximale Leistung erbringen kann. Ihre Rückmeldungen zu Eigenschaften wie Federung, Gasannahme und Sitzkomfort sind in unsere Arbeit eingeflossen. Mattias ist derzeit auch in die Entwicklung unseres ersten vollelektrischen Modells, dem CUPRA Born**, eingebunden.

„Das Wissen über Hochleistungs-Elektromotoren erweitern und anschließend auf unsere Serienmodelle übertragen.“

Welche Vorteile hat die Teilnahme an der Extreme E für künftige CUPRA Modelle – und somit für deren Käufer?

Labate: Bei der Extreme E können wir zeigen, welches elektrische Potenzial in CUPRA steckt. Unser Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die in die weitere Entwicklung des e-CUPRA ABT XE1 einfließen können. Gleichzeitig können wir hier unser Wissen über Hochleistungs-Elektromotoren erweitern und anschließend auf unsere Serienmodelle übertragen. Und natürlich möchten wir auch die Gelegenheit nutzen, durch den Motorsport auf die bedeutenden Themen Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung aufmerksam zu machen.

Nach der Entwicklung des CUPRA e-Racer ist die Extreme E nun das zweite elektrische Projekt von CUPRA. Daneben hat CUPRA sein Konzeptfahrzeug CUPRA Tavascan vorgestellt und die Einführung des vollelektrischen CUPRA Born bestätigt. Welchen Hintergrund hat dieser Fokus auf Elektrifizierung?

Labate: CUPRA möchte zeigen, dass eine perfekte Kombination aus Elektrifizierung und Leistung möglich ist. Wir haben unsere Elektro-Offensive vergangenes Jahr mit der Einführung des CUPRA Leon e-HYBRID, dem ersten elektrifizierten Modell, gestartet. Zuletzt folgte der CUPRA Formentor e-HYBRID. Diese Plug-in-Hybridvarianten sind der Schlüssel für die internationale Expansion von CUPRA in die am stärksten elektrifizierten Märkte. Darüber hinaus verfolgen wir das ehrgeizige Vorhaben, mit diesen Modellen unser Verkaufsvolumen gegenüber 2020 zu verdoppeln und unser bisheriges Ziel, einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erreichen, deutlich zu übertreffen. Des Weiteren kommt in der zweiten Jahreshälfte unser erstes vollelektrisches Modell auf den Markt, der CUPRA Born. Dieses Fahrzeug wird die bisherigen Vorstellungen von Dynamik bei Elektrofahrzeugen von Grund auf verändern. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen: 2019 haben wir auf der IAA in Frankfurt am Main unser elektrisches Konzeptfahrzeug CUPRA Tavascan vorgestellt. Es wäre großartig, diese Studie ebenfalls realisieren zu können. Wir haben uns vorgenommen, zu Beginn des Jahres 2022 über ein vollständiges Portfolio zu verfügen, mit dem wir den Marktanforderungen begegnen können. Dabei wird der stufenweise Übergang zu Elektromotoren natürlich eine Rolle spielen.

 

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CUPRA Formentor 1.5 TSI 6-Gang-Schaltgetriebe 110 kW (150 PS) (Kraftstoffverbrauch Benzin, kombiniert 5,4 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert 123 g/km; CO₂-Effizienzklasse: B)*

CUPRA Formentor 1.4 e-HYBRID 180 kW (245 PS) DSG-6 (Kraftstoffverbrauch Benzin: kombiniert 1,9 l/100 km; Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 14,0; CO₂-Emissionen: kombiniert 43 g/km. CO₂-Effizienzklasse: A+)*

CUPRA Leon 1.4 e-HYBRID 150 kW (204 PS) DSG: (Kraftstoffverbrauch Benzin: kombiniert 1,5 l/100 km; Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 12,2; CO₂-Emissionen: kombiniert 33 g/km. CO₂-Effizienzklasse: A+)*

CUPRA Ateca 2.0 TSI 4Drive DSG 221 kW (300 PS) (Kraftstoffverbrauch Benzin: kombiniert 7,7 l/100 km; CO₂-Emissionen: kombiniert: 175 g/km; CO₂-Effizienzklasse: D)*

 

*Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Seit dem 1. September 2018 ersetzt der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ findest du unter www.seat.de/ueber-seat/wltp-standard.html
Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.

**Die offiziellen Verbrauchs- und Emissionswerte liegen erst mit Abschluss des Typgenehmigungsverfahrens vor.